Again!

Es liegt nicht an der Tatsache, dass ich zu spät ins Bett gegangen bin, dass ich müde bin. Nein, ich bin sogar relativ zeitig schlafen gegangen. Aber ich konnte einfach nicht einschlafen, weil ich die ganze Zeit lachen musste. Lachen über den 4:1 Sieg der Deutschen gegen England. Lachen über das umgedrehte Wembleytor. Lachen über Thomas Müllers 2 Tore.
Was war das denn bitte für ein Spiel? Ich hatte fest mit einem Elfmeterschießen gerechnet und war demnach ein wenig angespannt. Mein Herz dankte es den Deutschen. Es hatte sich nämlich an das Elfmeterschießen anno 206 gegen Argentinien erinnert.
Zum Glück ist es anders gekommen. Klose, Podolski und 2 mal Thomas Müller stellten den 4:1 Endstand her, getrübt nur durch die Tore von Mathew Upson und Frank Lampard, dessen Tor sicherlich nicht so heiß diskutiert werden wird wie ebenjenes von Geoff Hurst im WM Finale 1966. Zu klar war, dass der Ball hinter der Linie war.
Allerdings gibt es jetzt auch neue Beweise, die zeigen, dass Lampards Tor doch nicht hinter der Linie war. Auf diesem Bild sieht man es eindeutig:

Also alles halb so wild.
Einhergehend auch mit der Fehlentscheidung im Argentinienspiel, wo ein klares Abseitstor gegeben wurde, brennt jetzt auch wieder die Diskussion um Videobeweis und Chip im Ball.
Vorallem der Videobeweis wird vehement gefordert mit dem Verweis, dass im American Football und Eishockey sehr gute Erfahrungen gemacht wurden. Was mich dabei ärgert ist die Tatsache, dass immer vergessen wird, wie unterschiedlich diese Sportarten im Vergleich zum Fussball sind. Es sind statische Sportarten, die von geregelten Unterbrechungen und Spielaufnahmen gekennzeichnet sind. Man denke hierbei nur an das geregelten Aufstellen beim Puckeinwurf. So ergeben sich zwangsweise immer Gelegenheiten, um das Spiel zu unterbrechen und Entscheidungen möglicherweise zu relativieren. Beim Fussball ist das anders. Dort gibt es keinen geregelten Spielanfang. So kann man schon die Leute verstehen, die sagen, der Spielfluss wäre durch dauernde Unterbrechungen gestört.
Für eine gute Idee halte ich den Chip im Ball. Auch im Hinblick darauf, dass der Videobeweis nicht 100% Sicherheit über richtige Entscheidungen gegen kann. Ein Sender im Ball meldet an den Schiedsrichter ein Signal, sobald der Ball die Torlinie im vollen Umfang überschritten hat. Das System soll einsatzbereit sein, doch gibt es immer wieder Kritiker, die diesen Umstand anzweifeln. Ich denke aber, wenn dieses System wirklich einsatberet ist, sollte man es testen und sobald wie möglich einführen.
Auch wenn England das Spiel dann trotzdem nicht gewonnen hätte, so wären uns zumindest solch unsäglichen Aussagen erspart geblieben, wie jene von Fabio Capello, der das restliche Spiel komplett ausblendete und meinte, seine Mannschaft hätte mit dem nicht gegeben Tor gewonnen. Selbst die englische Presse hielt den deutschen Sieg für gerechtfertigt und das will schon was heißen.
Nun geht es im nächsten Siel gegen unseren Lieblingsviertelfinalgegner Argentinien. Das wird das Spiel der beiden bisher besten Teams des Turniers und ich glaube der Sieger dieser Partie wird auch ins Finale einziehen und die Favoritenrolle dort inne haben.

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